In alter Tradition: Zeit für Liebesgaben

Das Studierendenwerk Heidelberg wird 100 Jahre alt. Zeit zum feiern? Ja, auch. Aber nicht primär. Den besonderen Zeiten und seinen derzeit ohnehin gebeutelten Studierenden geschuldet reaktiviert das Studierendenwerk Heidelberg eine alte Tradition, die sogenannten „Liebesgaben“.

Was ist das? Vor ziemlich genau 100 Jahren verstand man unter Liebesgaben Geschenke und Spenden von Gönnern, die, um es in Worten mit der in Kürze erscheinenden Chronik des Studierendenwerks zu sagen: „den hungernden Studierenden im inflationsgeplagten Deutschland etwas Gutes tun wollten“. Aus Tradition – und natürlich aus Liebe – wird hieran angeknüpft: Im bereits gestarteten Jubiläumssemester dürfen sich Studierende auf eine ganze Reihe an Geschenke freuen. Ob Dessertgutscheine  zum Semesterstart, kostenfreie Menstruationsartikel, Gewürze in den Mensen, Essenspakete für Neueinzügler in den Wohnheimen oder eine mit eigens hergestellter Matrize, hausgemachte und patentierte Bio-Studierendennudel – die Liebesgaben stehen im Vordergrund und haben es selbst ins Jubiläumslogo geschafft – 1 ♥ ♥ Jahre Studierendenwerk Heidelberg.

Die Gelder werden bekanntermaßen überall knapper und das Studierendenwerk verzichtet deshalb sehr bewusst auf teure Empfänge, Bälle und vergleichbare Veranstaltungen mit Festaktcharakter und Prominenz. Von Liebesgaben, über kostenfreie Criminal-Dinner, Themenabende und Live-Cooking-events, Poetry Slams, ein Kita-Fest und einigen Überraschungen – der Fokus wird ganz entschieden und konsequent auf seine Studierenden gelegt, die es gerade heute zu unterstützen gilt, denen das Studierendenwerk seit 100 Jahren verpflichtet ist oder, um es mit Tanja Modrow, der Geschäftsführerin des Studierendenwerks zu sagen: „denen letztlich unser gesamtes Handeln gilt.“

Aus der Pressemitteilung des Studierendenwerks Heidelberg vom 19. Oktober 2022.