Förderung regionaler Labore für künstliche Intelligenz

Im Zentrum für Maschinelles Lernen der Hochschule Heilbronn entsteht ein neues KI-Labor. Ortsansässige Unternehmen sollen dort Schulungen erhalten und der Zugang zum KI-Labor soll ebenfalls für die Öffentlichkeit möglich gemacht werden.

Ob im Handy oder im Bereich des autonomen Fahrens – überall ist künstliche Intelligenz (KI) vorhanden. Insbesondere die Hochschule Heilbronn (HHN) ist im Bereich KI sehr breit aufgestellt: Neben der Lehre fördert die HHN auch durch ihr Forschungszentrum für Maschinelles Lernen (ZML) die KI in der Region.

Ganz neu ist jetzt die Weiterführung und Erweiterung des erfolgreichen KI-Labor-Konzepts. Leiter ist HHN-Forschungsprofessor Nicolaj Stache. Die Zielsetzung des KI-Labors ist, die Einstiegsschwelle in das Thema für ortsansässige Unternehmen so niedrig wie möglich zu halten.

Das Labor soll durch ein virtuelles 3D-Gebäude über die offizielle Homepage begehbar sein. In diesem virtuellen Raum wird das Erleben von KI der breiten Öffentlichkeit ermöglicht. Daneben wird auch ein reales Labor an der Hochschule aufgebaut, das einen Bezug zur greifbaren Demonstration und persönlichen Beratung ermöglich soll. Das der Öffentlichkeit zugängliche Labor wird im ZML angesiedelt sein und bis Ende 2024 mit einer Summe von rund 200.000 Euro finanziert werden. Das Ziel ist es, eine kostenlose KI-Sprechstunde für Interessierte zu ermöglichen. Es wird Workshops zum Thema KI geben, um zu sensibilisieren und um einen guten Start von KI-basierten Projekten zu gewährleisten.

Die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken kann mit ihren zahlreichen mittelständischen Unternehmen somit von der KI-Expertise profitieren. Die Relevanz des Themas wird auch hinsichtlich seiner Anwendungsfelder bewusst. So leistet KI unter anderem in Bezug auf Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft, durch den verminderten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, seinen Einsatz. Umweltschutz als gesellschaftliche Aufgabe rückt somit in den Mittelpunkt aktueller Forschung. HHN-Forschungsprofessor Nicolaj Stache: „Künstliche Intelligenz wird nicht kommen – sie ist schon da. Wir müssen gemeinsam daran mitgestalten, um diese Technologie für uns Menschen optimal einzusetzen.“

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut überreicht HHN-Professor Nicolaj Stache den Förderbescheid.

Foto: Leif Piechowski

Aus der Pressemitteilung der Hochschule Heilbronn vom 07. Juli 2022.