Weltblutspendetag: Donating blood is an act of solidarity. Join the effort and save lives.

Der 14. Juni dient als Aktionstag um jährlich daran zu erinnern, wie wichtig Blutspenden sind und um das um das Bewusstsein für den Bedarf an Blut und Blutprodukten zu stärken. Es sollen mehr Menschen zu einer Spende motiviert werden. Für alle Aktionen regionaler Blutspendedienste zum Weltblutspendetag stellt die BZgA kostenfrei Informationsmaterialien zur Verfügung.

Der Weltblutspendertag 2022 steht unter dem Motto “Blutspenden ist ein Akt der Solidarität. Mach mit und rette Leben” (engl. Donating blood is an act of solidarity. Join the effort and save lives.) , um auf die Bedeutung freiwilliger Blutspenden für die Rettung von Menschenleben und die Stärkung der Solidarität innerhalb von Gemeinschaften aufmerksam zu machen.

Für viele Menschen ist die Spende von Blut oder Plasma mit Fragen verbunden: Darf ich spenden? Wie läuft eine Spende ab? Wie oft darf ich spenden? Hierzu informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Rahmen ihrer Kampagne „Blut spenden. Einfach machen.“ und zeigt, wie eine Blut- oder Plasmaspende in den Alltag integriert werden kann.

Blutkonserven und Blutprodukte sind nach schweren Unfällen, bei größeren Operationen oder zur Behandlung bestimmter Erkrankungen nach wie vor unverzichtbar. In Deutschland können Menschen im Alter von 18 bis 68 Jahren Blut und Plasma spenden. Über dieses Alter hinaus ist eine Spende nach individueller ärztlicher Entscheidung aber ebenfalls noch möglich.

Rund um den diesjährigen Weltblutspendetag ist die BZgA mit einer Aktionstour bundesweit in verschiedenen Städten vor Ort. Am BZgA-Informationsstand gibt es Antworten zu allen Fragen rund um das Thema Blut- und Plasmaspende. Mit einem interaktiven Spiel wird auf das Thema aufmerksam gemacht sowie zum regelmäßigen Spenden motiviert. Die BZgA-Aktion „Einfach machen. Die Tour“ ist in München am 10. und 11. Juni, in Hannover vom 17. bis 18. Juni, in Leipzig am 24. und 25. Juni, in Essen am 01. und 02. Juli sowie am 9. Juli in Bremen präsent. Weitere Informationen zur Tour der BZgA und den Terminen sind verfügbar unter:

Quelle: Aus der Pressemitteilung der BZgA vom 08. Juni 2022, https://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/2022-06-08-14-juni-2022-weltblutspendetag-bzga-ruft-zur-blutspende-auf/

Warum sollte ich Blut- und/oder Plasma spenden? Weil es wichtig ist!

Ca. 15.000 Blutspenden. Das ist die Anzahl an Blutspenden, welche täglich benötigt werden würde, um die Versorgung aller zu behandelnden Personen mit Blut- und Blutprodukten sicherzustellen. Benötigt wird es unter anderem für Operationen, Versorgung von Unfallopfern aber auch für die Herstellung von Medikamenten zum Beispiel in der Krebstherapie ist die Verfügbarkeit von Blut unerlässlich.

Allerdings ist Blut ein knappes Gut… Es sind schlichtweg zu wenige Spender*innen und die Zahl der Stammspender*innen ist rückläufig, denn sie können irgendwann aufgrund ihres Alters nicht mehr weiter zur Blutspende zugelassen werden.

Auch die Corona-Pandemie hat die Versorgungslage weiter verschärft. Die Motivation, zu Spende zu gehen, hat im Laufe der Pandemie auch bei den Wiederholungsspenderinnen und -spendern abgenommen, viele Außentermine zur Blutspende konnten nicht durchgeführt werden, da die Räumlichkeiten wie Schulen oder ähnliches geschlossen waren.

Leider sind Blut- und Blutprodukte nur begrenzt haltbar, Blutplättchen zum Beispiel müssen innerhalb von vier Tagen übertragen werden. Daher ist es so wichtig, dass regelmäßig Nachschub da ist, um die lebenswichtige Versorgung mit Blut und Blutprodukten zu sichern. Denn jeder kann unerwartet in die Situation kommen, eine Spende zu benötigen. Gut, wenn dann geholfen werden kann! Sei dabei, geh regelmäßig zur Blut- oder Plasmaspende und hilf so mit, Menschenleben zu retten!

Quelle: Aus dem Beitrag “Hintergrund: Warum die Blut- und Plasmaspende so wichtig ist!”, https://www.blutspenden.de/einfach-machen-die-tour/

Hintergrund: Weltblutspendetag

Der Österreicher Karl Landsteiner gilt als Entdecker der Blutgruppen und begründete damit die moderne Transfusionsmedizin. Seit 2004 wird ihm zu Ehren an seinem Geburtstag der Weltblutspendetag begangen. Landsteiner wurde am 14. Juni 1868 in einem Wiener Vorort geboren. Im Jahr 1901 stellte er nach intensiven Beobachtungen fest, dass Blut und Blutplasma nicht zufällig, sondern nach bestimmten Regeln verklumpen. Folglich teilte er es in drei Blutgruppen ein: A, B und C – letztere ist die heutige Blutgruppe 0. Wenig später ergänzten seine Kollegen in der Wiener Ärzteschaft die bereits erhaltenen Ergebnisse um die Blutgruppe AB. Für seine bahnbrechende Forschung erhielt Karl Landsteiner 1930 den Nobelpreis. Zehn Jahre später entdeckte er darüber hinaus die Rhesusfaktoren und reduzierte damit die Unverträglichkeiten einer Blutgabe auf ein Minimum.

Quelle: Aus der Pressemitteilung der Universität Leipzig vom 13. Juni 2022, https://www.uniklinikum-leipzig.de/presse/seiten/pressemitteilung_7497.aspx/