Gartenzauber zum Essen – essbare Blüten

Das Auge isst mit – so heißt es immer, wenn es um das Anrichten von Speisen geht. Immer öfter findet man deshalb auch Blüten auf den Tellern in verschiedenen Restaurants. Essbare Blüten haben ein breites Spektrum an Aromen, von sehr süß bis hin zu pfeffrig oder scharf, was in der Küche ein großes Maß an Kreativität zulässt.      

Die Herkunft, Eigenschaften und Geschichte von essbaren Blüten

Essbare Blüten werden bereits seit Jahrhunderten in der Küche verwendet. Im Mittelalter machte man keinen Unterschied zwischen Blüten, Kräutern und Gewürzen. Bereits die alten Griechen und Römer haben damals ihre Speisen mit Blüten veredelt.  

Grundsätzlich lassen sich essbare Blüten in vier Kategorien unterteilen: Die zarten Frühblüher, die würzig-süßen Pflanzen, die Maipflanzen und die Junipflanzen. Die zarten Frühblüher sind bereits ab März auf den Wiesen zu finden und schmecken eher mild. Hierzu gehören unter anderem das Gänseblümchen und der Huflattich. Die würzig-süßen Pflanzen verdanken ihren Namen ihrem Geschmack. Sie schmecken teilweise salzig und teilweise scharf und tragen zur Entgiftung des Körpers bei. Hierzu gehören der Löwenzahn und Vergissmeinnicht. Die Maipflanzen wachsen, wie der Name es bereits verrät, ab Mai und haben einen milden bis herben Geschmack. Ab Juni gibt es dann die Junipflanzen. Diese schmecken deutlich kräftiger und süßer als die anderen. Besonders bekannt sind hier das Johanniskraut und die Wildrose.  

Weitere Beispiele für essbare Blüten sind:  

  • Ringelblume 
  • Kamille 
  • Minze 
  • Rose 
  • Veilchen 
  • Holunder 
  • Jasmin 
  • Klee 
  • Kornblume 
  • Thymian 
  • Brennnessel  

Die Inhaltsstoffe von essbaren Blüten

Zu den Inhaltsstoffen lässt sich pauschal nicht viel sagen, da es ganz darauf ankommt welche Blüten man verwendet. Was auf jeden Fall nicht fehlen darf, ist Löwenzahn. Löwenzahl ist ein echter all-arounder unten den essbaren Blüten und punktet sowohl mit Vitamin A, B, C und D, als auch mit Mineralstoffen wie Kalium und Kalzium. Darüber hinaus sind Gänseblümchen und Brennnesseln auch sehr reich an Vitamin C und die Kapuzinerkresse liefert nochmal eine Menge Magnesium.  

Die Wirkung von essbaren Blüten auf unseren Körper

Essbare Blüten wirken sich positiv auf die körperliche und geistige Verfassung aus: Ringelblüten unterstützen beispielsweise die Wundheilung und wirken krampflösend, während Kornblumen für eine gute Verdauung sorgen. Stiefmütterchen und Thymian stärken zudem die Atemwege und Bronchien und fördern gleichzeitig den Stoffwechsel. Bei angeschlagenen Nerven, Ängsten oder Müdigkeit helfen Veilchen, Rosenblumen und Lavendel. Das Trio wirkt nicht nur beruhigend, sondern sorgt auch für gute Laune.    

Essbare Blüten in der Küche

Essbare Blüten peppen unseren Teller nicht nur optisch auf, sondern auch geschmacklich. Sie passen gut in Salate, Desserts, Suppen, Cocktails und Kompotts. Man kann die Blüten aber auch etwas dezenter servieren und sie beispielsweise in Kuchen verbacken, oder zu Öl, Tee oder Marmelade verarbeiten.  

Kauf und Lagerung von essbaren Blüten

Beim Kauf von essbaren Blüten ist äußerste Vorsicht geboten, denn die im Supermarkt, in Blumenläden oder auf Wochenmärkten erhältlichen Blüten werden häufig mit Pflanzenschutzmittel behandelt und sind deshalb giftig. Daher ist es am besten, wenn du die Blüten selbst anbaust. Alternativ findest du pflanzenschutzfreie Blüten auch in Feinkost- oder Spezialmärkten. Diese werden dort besonders gekennzeichnet.  

Essbare Blüten haben keine lange Haltbarkeit – Leicht angefeuchtet und luftdicht verpackt halten sie maximal zwei Tage im Kühlschrank. Daher sollten sie möglichst schnell verarbeitet werden.  

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