Waldmeister – Star für die Maibowle

Klein, hellgrün und eher unscheinbar wächst Waldmeister in fast jedem Laubwald. Im Frühjahr gehört das Kraut zu den ersten Pflanzen, die nach dem Winter wieder aus dem Boden sprießen. Abhängig vom Standort blüht Waldmeister bereits Anfang April bis in den Juni. Aufgrund seines unverkennbaren Aromas wird das zarte Kraut gerne für Getränke und Süßspeisen verwendet. Besonders bekannt ist Waldmeister in der Maibowle, diese wurde bereits im Mittelalter zum Frühlingsstart im Mai getrunken und galt damals als „Fröhlichmacher aus dem Wald“.      

Die Herkunft, Eigenschaften und Geschichte des Waldmeisters

Der Waldmeister (Galium odoratum) gehört zu den Labkräutern und ist ausschließlich in Laubwäldern zu finden. Die 10 – 50 Zentimeter hohe Planze ist an ihren sternförmigen, weißen Blüten zu erkennen. Diese sind werden von zahlreichen Kronblättern, den sogenannten Quirlen, ummantelt. Die Blätter des Waldmeisters werden bis zu acht Zentimeter lang und weißen eine raue Oberfläche auf.  

Ursprünglich kommt der Waldmeister aus Eurasien. Legenden zufolge soll er 850 von den Benediktinermönchen entdeckt worden sein. Diese nutzen das Kraut erstmals als Nahrungsmittel und stellten die aller erste Maibowle her, die damals noch unter dem Namen “Maiwein” bekannt war. Davor wurde der Waldmeister ausschließlich als Heilpflanze genutzt und beispielsweise gebärenden Mädchen um die Füße gebunden, um die Geburt zu erleichtern. Heute wächst das Kraut in allen Gebieten mit gemäßigtem Klima und wird sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde verwendet.  

Die Inhaltsstoffe der Waldmeisters

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Cumarin. Cumarin ist eine chemische Verbindung, die für das typische Aroma des Waldmeisters verantwortlich ist. Dieses kommt allerdings erst hervor, wenn die Pflanzenzellen durch zerreiben oder welken verletzt werden. Frischen Waldmeister erkennt man in der Natur also erst, wenn man sich die Blätter genauer unter die Lupe nimmt.  

In den 80er Jahren galt Cumarin als leberschädigend und krebserregend. Diese Aussage wurde mittlerweile zwar widerlegt, Waldmeister sollte aber trotzdem nur in Maßen genossen werden, da eine zu hohe Dosis zu Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen führen kann.  

Die Wirkung von Waldmeister auf unseren Körper

Waldmeister ist in der Naturheilkunde schon seit Jahrhunderten in Verwendung. Das sattgrüne Kraut hilft dank seines Wirkstoff Cumarin bei Schlafproblemen, Migräne und Kopfschmerzen. Außerdem wirkt Waldmeister entkrampfend und kann somit ideal zur Bekämpfung von Unterleibschmerzen hergenommen werden. Aufgrund seiner blutverdünnenden Wirkung stärkt es zudem die Blutgefäße und verhindert so Venenprobleme.   

Der Waldmeister in der Küche

verwendet. Erst dann entsteht der typische Waldmeister-Geschmack, den wir alle kennen. Waldmeister wird im Frühling gerne zum Veredeln von Getränken und Süßspeisen benutzt. Besonders beliebt ist er als Götterspeise, Eis oder als Sirup. Aber auch in der berühmten Maibowle und in Torten macht sich das zarte Kraut sehr gut.  

Kauf und Lagerung von Waldmeister

Am besten ist es, wenn du den Waldmeister selbst pflückst. Durch seine charakteristische Form und seinen intensiven Geruch ist er kaum zu verwechseln. Wenn du dir aber unsicher bist, dann findest du das kleine grüne Kraut von Mai bis Juni auch auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Gemüseläden.  

Waldmeister verwelkt meist sehr schnell und sollte daher nur für kurze Zeit trocken und luftig gelagert werden.  

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