Inter­na­tio­na­ler Frauentag

Der Inter­na­tio­na­le Frau­en­tag, auch als Welt­frau­en­tag bekannt, wird seit 1911 zele­briert. Seit­her wird jähr­lich am 08. März welt­weit auf Frau­en­rech­te, sowie auf die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter auf­merk­sam gemacht. An die­sem einem Tag im Jahr sol­len die Errun­gen­schaf­ten der Frau­en­rechts­be­we­gung gefei­ert wer­den, aber auch dar­auf auf­merk­sam gemacht wer­den, was noch immer aktu­ell ist: Dis­kri­mi­nie­rung und Ungleichheiten.

Das Mot­to in die­sem Jahr lau­tet: „Break the Bias“, also „Stoppt die Vor­ein­ge­nom­men­heit“. Unter die­sem Mot­to sol­len Ste­reo­ty­pen und Vor­ur­tei­le gegen­über Frau­en und Mäd­chen auf­ge­zeigt wer­den und die Fol­gen sozia­ler Ungleich­heit auf­grund von Kate­go­ri­sie­run­gen sol­len sicht­bar gemacht werden. 

Inter­es­san­te Fak­ten zum Weltfrauentag

  • 1975 erklär­ten die Ver­ein­ten Natio­nen einen Tag im Jahr offi­zi­ell zum Inter­na­tio­na­len Frauentag.
  • In gut 20 Staa­ten ist er sogar ein gesetz­li­cher Feiertag.
  • Deutsch­land gehört zum klei­nen Kreis der­je­ni­gen Län­der, in denen der Inter­na­tio­na­le Frau­en­tag bereits in den ers­ten Jah­ren nach sei­ner Ein­füh­rung im Jahr 1911 began­gen wurde.
  • In Deutsch­land wur­de der Tag wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­bo­ten, geriet in der jun­gen Bun­des­re­pu­blik zeit­wei­lig in Ver­ges­sen­heit und wur­de in der DDR mit staat­lich gelenk­ten Fei­ern begangen.
  • Im Janu­ar 1919 konn­ten deut­sche Frau­en das ers­te Mal in der Geschich­te wäh­len und gewählt werden.
  • Auch heu­te noch gibt es Län­der, in denen das Frau­en­wahl­recht erschwert oder vor­ent­hal­ten wird. Dazu gehö­ren Bhu­tan, Bru­nei und Saudi-Arabien.
  • Hart­nä­ckig haben es vier Frau­en im Par­la­men­ta­ri­schen Rat 1948/49 (Dr. Eli­sa­beth Sel­bert, Frie­da Nadig, Hele­ne Weber und Hele­ne Wes­sel – als die „Müt­ter des Grund­ge­set­zes“) geschafft, fünf ent­schei­den­de Wör­ter ins Grund­ge­setz zu brin­gen:Män­ner und Frau­en sind gleich­be­rech­tigt(Arti­kel 3, Abs. 2). Nach lan­gen Dis­kus­sio­nen wur­de dann 1994 der Gleich­be­rech­ti­gungs-Arti­kel im Grund­ge­setz um einen Zusatz ergänzt: Der Staat för­dert die tat­säch­li­che Durch­set­zung der Gleich­be­rech­ti­gung von Frau­en und Män­nern und wirkt auf die Besei­ti­gung bestehen­der Nach­tei­le hin.

Quel­le zu den Fak­ten: www.lpb-bw.de/08-maerz-frauentag

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