Zimt – ein typisches Weihnachtsgewürz

Zimt ist eines der ältesten und wertvollsten Gewürze der Welt. Sein würziges und süßliches Aroma ist einzigartig und gerade in der Weihnachtszeit sehr beliebt. Zimt ist nicht nur gut, um Lebkuchen oder Zimtsterne geschmacklich abzurunden, es hat auch heilende Eigenschaften. Aber man sollte Zimt mit Vorsicht genießen, denn das Gewürz hat auch eine gesundheitsschädigende Wirkung.

Die Herkunft, Eigenschaften und Geschichte von Zimt

Zimt gehört zu den ältesten und auch wertvollsten Gewürzen der Welt. Es gab sogar einst eine Zeit, in welcher Zimt wertvoller war als Gold. Das Gewürz war so hoch angesehen, dass man z. B. ägyptische Adlige damit einbalsamierte.

Das Gewürz wurde als erstes von arabischen Händlern verkauft. Durch sie kamen auch die wildesten Gerüchte in Bezug auf die Herkunft des Gewürzes auf, da sie diese streng geheim hielten. So sagte man, dass Zimt auf dem Grund von Seen wachsen würde oder dass es von Vögeln stammt, welche mit den Zimtstangen ihre Nester bauen würden. Nach Europa gelangte der Zimt im 14. Jahrhundert.

Heute wissen wir es besser. Denn Zimt ist nichts Anderes als Baumrinde, welche auf besondere Art gewonnen wird. Man unterscheidet hier zwischen zwei Zimtbäumen:

  • Ceylon-Zimt, welcher seinen Ursprung in Sri Lanka hat. Er duftet mehr und ist süßlicher und gilt als der „echte“ Zimt.
  • Cassia-Zimt, welcher aus China stammt. Diese Sorte ich charakteristisch schärfer und kräftiger. Er gilt als eine Verfälschung des „echten“ Zimts, welcher überwiegend zu Gewürz verarbeitet wird.

Diese beiden Sorten lassen sich anhand ihrer Rinde unterscheiden. Cassia-Zimtstangen haben eine dicke Rindenschicht mit einem Hohlraum und die Rinde rollt sich von beiden Seiten ein. Celylon-Zimtstangen hingegen sind in vielen dünnen Schichten zusammengerollt und rollen sich nur von einer Seite ein.

Die Inhaltsstoffe von Zimt

In Zimt sind ätherische Öle, wie z.B. Zimtaldehyd und Eugenol enthalten. Des Weiteren besitzt das Gewürz noch Alkohole, Schleim- und Gerbstoffe, Cumarin und Stärke. Auf 100 g Zimt kommen 247 kcal. Was im ersten Moment nach viel klingt, ist beim zweiten Gedankengang doch nicht so viel, da man bedenken muss, dass man Zimt nur in geringen Mengen zu sich nimmt.

Die Wirkung von Zimt auf unseren Körper

Zimt galt früher als Heilmittel und hat daher in der Volksheilkunde einen festen Platz. Um im Mittelalter die Beulenpest nicht weiter zu verbreiten, stellte man z. B. eine Mischung von Zimt, Wasser und Nelken in Krankenzimmern auf. Zimt wurde in der damaligen Zeit äußerlich (z. B. Fußpilz) und innerlich (z. B. Magendarm) zur Behandlung diverser Erkrankungen eingesetzt.

Doch was kann Zimt nun eigentlich alles? Die Antwort ist, das Gewürz kann Abhilfe in vielen Bereichen schaffen. So fördert es z. B. den Appetit und regt gleichzeitig die Darmtätigkeit an. Auch beim Abnehmen kann er unterstützen, da er durch eine insulinähnliche Wirkung den Blutzucker senken kann. Durch diesen Effekt, denkt der Körper, dass ihm Energie bzw. Zucker fehlt und fängt an seine Fettreserven freizugebenen.

Auch auf unser Herz wirkt sich das Gewürz positiv aus. So senkt es nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern auch den Cholesterinspiegel und den Blutdruck.

Eine weitere positive Eigenschaft ist, dass Zimt antibakteriell und schmerzstillend wirkt. Aufgrund dieser Eigenschaften kommt Zimt auch bei Wundreinigungen zum Einsatz und das Zimtöl ist oftmals auch in Mundspülungen enthalten.

Neben den ganzen positiven Eigenschaften, kann Zimt jedoch auch gesundheitsschädigend sein. Das liegt vor allem an dem natürlichen Inhaltsstoff Cumarin. Dieser Inhaltssoff kann bei hoher Konzentration zu Leber- und Nierenschädigungen führen.

Cumarin ist vor allem im Cassia-Zimt enthalten. Im Ceylon-Zimt ist der Inhaltsstoff nur in sehr geringen Mengen vorzufinden, weshalb diese Sorte als unkritisch betrachtet wird. Grundsätzlich ist auch nachgewiesen, dass in Zimtpulver mehr Cumarin enthalten ist als in Zimtstangen.

Da man von der gesundheitsschädigenden Wirkung des Cumarin weiß und im Handel überwiegend der Cassia-Zimt angeboten wird, welcher wie bereits erwähnt einen hohen Anteil an Cumarin besitzt, gelten im Handel seit einigen Jahren Höchstwerte für diesen Inhaltsstoff.

Des Weiteren wird für folgende Gruppen der Verzehr von Zimt abgeraten: Schwangere, stillende Mütter, Personen die an Magen- oder Darmgeschwüren leiden und Personen die Medikamente einnehmen, welche die Leber beeinflussen.

Zimt in der Küche

Das Gewürz ist besonders in der Weihnachtszeit sehr beliebt, da es in vielen Weihnachtsgebäcken, wie. z. B. Lebkuchen oder Zimtsternen eingesetzt wird. Generell wird es in Süßspeisen verwendet, aber auch in Getränken wie Tee, Kakao oder auf dem Cappuccino als Verzierung findet man Zimt vor. Des Weiteren wird es auch im Apfelmus oder Apfelkompott, in Grießbrei oder Milchreis zum verfeinern verwendet.

Kauf und Lagerung von Zimt

Beim Kauf von Produkten, welche Zimt enthalten, sollte man unbedingt auf die Cumarinmenge achten. Gerade bei Fertigprodukten wird der Grenzwert häufig überschritten, da dort überwiegend der billigere Cassia-Zimt zum Einsatz kommt. Allerdings ist es schwierig herauszufinden, ob der Grenzwert überschritten wurde, da Hersteller nicht dazu verpflichtet sind anzugeben, welche Zimtsorte im Produkt verarbeitet wurde. Aus diesem Grund sollte man grundsätzlich darauf achten, zimthaltige Produkte nur in Maßen zu verzehren. Zimt sollte gut verschlossen, trocken und dunkel gelagert werden. Wenn Zimt nicht mehr kräftig nach Zimt riecht, so sollte man diesen nicht mehr verwenden, da er dann einen leicht bitteren Geschmack entwickelt hat und auch nicht mehr richtig seine Wirkung entfalten kann.