Corona: von der Warnstufe in die Alarmstufe

Die Corona-Zahlen steigen von Tag zu Tag und nahezu jeden Tag werden neue Rekordzahlen gemeldet. Am Montag, den 15. November ist die Inszidenz in Deutschland erstmalig auf über 300 gestiegen. Seit Dienstag, den 16. November belegen bereits den zweiten Werktag in Folge mehr als 390 Patient*innen die Intensivbetten. Aus diesem Grund, wurde gestern Abend die Alarmstufe in Baden-Württemberg ausgerufen. Das heißt, dass ab heute, den 17. November 2021 neue Einschränkungen in Kraft treten, welche mit 2-G-Regelungen einhergehen.

Die neuen Regelungen bedeuten für nicht-geimpfte und nicht-genesene enorme Einschränkungen, denn der Zutritt zu vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ist nur noch für Geimpfte und Genesene möglich. Hiervon betroffen sind nahe zu alle Bereiche, ausgenommen von Geschäften, welche zur Grundversorgung zählen:

  • Lebensmitteleinzelhandel, Getränkehandel einschließlich Direktvermarktern (Hofläden)
  • Mobile Verkaufsstände für landwirtschaftliche Produkte und Erzeugnisse
  • Metzgereien
  • Bäckereien und Konditoreien
  • Wochenmärkte.
  • Ausgabestellen der Tafeln
  • Apotheken
  • Reformhäuser
  • Drogerien
  • Sanitätshäuser
  • Orthopädieschuhtechniker
  • Hörgeräteakustiker
  • Optiker
  • Babyfachmärkte
  • Zeitschriften- und Zeitungsverkauf
  • Tankstellen
  • Reise- und Kundenzentren zum Fahrkartenverkauf im öffentlichen Personenverkehr
  • Poststellen und Paketdienste
  • Banken und Sparkassen
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Verkaufsstätten für Tierbedarf und Futtermittel 
  • Blumengeschäfte
  • Gärtnereien
  • Baumschulen und Gartenmärkte
  • Bau- und Raiffeisenmärkte ohne Sortimentsbeschränkung
  • Großhandel

(Quelle: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/alarmstufe-gilt-voraussichtlich-ab-17-november-2021/)

Die Stufenregelung im Überblick

In der Basisstufe bleiben die bisherigen Regeln mit 3G in den allermeisten Bereichen bestehen, neu ist hier das 2G-Optionsmodell. Für von COVID-19 genesene Personen gelten weiterhin die gleichen Regeln wie für vollständig geimpfte Personen.

Basisstufe

Zahlen und Grenzwerte der Warn- oder Alarmstufe landesweit nicht erreicht oder überschritten.

In der Basisstufe bleiben die bisherigen Regeln mit 3G in den allermeisten Bereichen bestehen, neu ist hier das 2G-Optionsmodell. Für von COVID-19 genesene Personen gelten weiterhin die gleichen Regeln wie für vollständig geimpfte Personen.

In der Warnstufe werden die Regeln durch eine PCR-Testpflicht bzw. durch ein Zutritts- und Teilnahmeverbot für ungeimpfte und nicht genesene Personen ergänzt (2G). Zudem gibt es wieder Kontaktbeschränkungen.

Warnstufe

7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz* erreicht oder überschreitet 8 oder ab 250 COVID-19-Patient*innen auf den Intensivstationen.

In der Warnstufe werden die Regeln durch eine PCR-Testpflicht bzw. durch ein Zutritts- und Teilnahmeverbot für ungeimpfte und nicht genesene Personen ergänzt (2G). Zudem gibt es wieder Kontaktbeschränkungen.

In der Alarmstufe gilt für nicht geimpfte oder nicht genesene Personen in einigen Bereichen ein Teilnahme- und Zutrittsverbot (2G). Zudem werden die Kontaktbeschränkungen verschärtf

Alarmstufe

7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz erreicht oder überschreitet 12 oder ab 390 COVID-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen.

In der Alarmstufe gilt für nicht geimpfte oder nicht genesene Personen in einigen Bereichen ein Teilnahme- und Zutrittsverbot (2G). Zudem werden die Kontaktbeschränkungen verschärtf

*Anzahl der stationär zur Behandlung aufgenommenen Patient*innen, die an COVID-19 erkrankt sind, je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen

(Quelle: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/landesgesundheitsamt-ruft-warnstufe-aus/, https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/faq-corona-verordnung/)