Bir­ne – Saf­tig, süß und gesund

Wie heißt es so schön? Man soll kei­ne Äpfel mit Bir­nen ver­glei­chen. Auch wenn es sich bei den Bei­den nicht um das­sel­be Obst han­delt, so haben sie den­noch eini­ge Gemein­sam­kei­ten. Zum Bei­spiel sind bei­de sehr liebt. Die Bir­ne zählt sogar welt­weit zu den belieb­tes­ten Obst­sor­ten. Des Wei­te­ren wach­sen bei­de an Bäu­men, gehö­ren der­sel­ben Fami­lie an und bei­de kön­nen in den sel­ben Farb­tö­nen erstrah­len. Und das wich­tigs­te: Bei­de Obst­sor­ten sind gesund.

Die Her­kunft, Eigen­schaf­ten und Geschich­te der Birne

Bir­nen gibt es schon sehr lan­ge. Sie seit Jahr­tau­sen­den eine bekann­te Frucht und man ver­mu­tet ihren Ursprung in süd­west­li­chen Chi­na. Von dort aus ver­brei­te­te sie sich über Zen­tral- und West­asi­en bis zu uns nach Europa.

Geliebt wur­de die Bir­ne vor allem von den Römern, die­se züch­te­ten an die 40 ver­schie­de­ne Sor­ten. Bei uns in Euro­pa wur­den die Bir­nen in den Klös­tern ange­pflanzt. Man unter­schei­det bei den Bir­nen zwi­schen euro­pä­isch und asia­tisch, da die Zucht unab­hän­gig von­ein­an­der auf den bei­den Kon­ti­nen­ten statt­ge­fun­den hat.

Über die Bir­ne gibt’s es auch diver­se Mythen und Legen­den. Zum Bei­spiel dien­te der Bir­nen­baum im Mit­tel­al­ter als Lie­bes­ora­kel. So frag­ten sie Mäd­chen damals einen Bir­nen­baum um Rat.

An sich unter­schei­det man bei der Bir­ne zwi­schen Tafel‑, Koch- und Mostbirne:

  • Die Tafel­bir­nen sind unse­re Spei­se­bir­nen. Sie duf­ten inten­siv uns schme­cken herr­lich süß. Ihr Frucht­fleisch ist saf­tig und weich.
  • Die Koch­bir­ne ist eigent­lich der Vor­gän­ger der heu­ti­gen Tafel­bir­ne. Die­se Sor­te ver­wen­det man ger­ne zum Kochen oder Backen, da sie weder süß noch saf­tig ist. Zudem ist sie auch im rei­fen Zustand ziem­lich hart.
  • Die Most­bir­ne ist sehr sau­er und eig­net sich daher nicht zum rohen Ver­zehr. Jedoch sind sie opti­mal um Most und Obst­wei­ne herzustellen.

Die süße Frucht gibt es das ganz Jahr über. Haupt­sai­son hat sie jedoch von August bis November.

Die Inhalts­stof­fe der Birne

Die Bir­ne ent­hält zwar unzäh­li­ge Vit­ami­ne und Mine­ral­stof­fe, ist aller­dings nicht die nähr­stoff­reichs­te Obst­sor­te. An sich beher­bergt das Obst die Vit­ami­ne A, C und B1. An Mine­ral­stof­fen besitzt sie Kali­um, Magne­si­um und Fol­säu­re. Auf 100 g Bir­ne kom­men zudem gera­de ein­mal 55 kcal.

Die Wir­kung der Bir­ne auf unse­ren Körper

Obwohl Bir­nen nicht gera­de mit ihren Vit­amin- und Mine­ral­stoff­wer­ten glän­zen kön­nen, so sind sie den­noch sehr gesund. Das liegt vor allem dar­an, dass in dem Obst jede Men­ge sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe ste­cken, wel­che sich posi­tiv auf unse­re Gesund­heit auswirken.

So hilft uns die Bir­ne zum Bei­spiel bei Darm­pro­ble­men und Ver­stop­fung, denn das Obst ist sehr bal­last­stoff­reich und wirkt dadurch verdauungsfördernd.

Durch den hohen Kali­um­ge­halt hat die Bir­ne eine ent­wäs­sern­de Wir­kung auf uns. Somit unter­stützt sie unse­ren Kör­per dabei, Was­ser­an­samm­lun­gen aus­zu­schwem­men und das hat wie­der­um eine ent­schla­cken­de Wir­kung. Zudem för­dert das auch unse­re Bla­sen- und Nierentätigkeit.

Ein wei­te­rer posi­ti­ver Effekt hat die Bir­ne auf Dia­be­ti­ker, denn sie schüt­tet kein Insu­lin aus. Dar­aus resul­tiert, dass sie kaum einen Ein­fluss auf den Blut­zu­cker­spie­gel hat. Wei­te­re posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen sind: sie beugt Zell­al­te­rung vor, sie för­dert den Fett­stoff­wech­sel, sie wirkt ent­zün­dungs­hem­mend und blutdrucksenkend.

Die Bir­ne in der Küche

Die Bir­ne lässt sich viel­sei­tig ein­set­zen. So kann man sie kochen, backen, düns­ten, trock­nen und sogar gril­len. Das heißt sie las­sen sich zu Kuchen, Smoot­hie, Müs­li, Obst­sa­lat, Mar­me­la­de, Kom­pott, Mus ver­ar­bei­ten. Dem­nach kann man sie als Vor­spei­se, Bei­la­ge, Haupt­ge­richt oder auch als Nach­tisch ser­vie­ren. Ganz beson­ders beliebt ist sie aber auch als Nach­tisch nach dem Nach­tisch – gemeint ist hier­mit der „Wil­liams Christ“ Schnaps. Wenn man die Bir­ne roh ver­zehrt soll­te man sie nicht schä­len, da sich die gesun­den Wirk­stof­fe unteran­de­rem in ihrer Scha­le verbergen.

Kauf und Lage­rung der Birne

Bir­nen sind sehr sen­si­ble Früch­te. Dadurch, dass sie sehr druck­emp­find­lich sind, ent­wi­ckeln sie schnell brau­ne Fle­cken. Je nach Sor­te las­sen sie sich auch nicht lan­ge lagern. Das liegt zum Teil auch dar­an, dass sie im Han­del meis­tens schon ver­zehr­fer­tig ange­bo­ten werden.

Beim Kauf soll­te dar­auf geach­tet wer­den, dass die Scha­le glatt und unver­letzt ist. Beson­ders auf Druck­stel­len soll­te die Bir­ne unter­sucht wer­den. Am bes­ten wählt man nicht rei­fe Bir­nen aus, son­dern lässt sie lie­ber daheim nach­rei­fen. Der brau­ne Fleck am Stiel ent­lang ist völ­lig nor­mal und brauch nicht wei­ter beach­tet werden.

Soll­ten die Bir­nen bereits reif sein so soll­te man die­se im Obst­fach des Kühl­schranks lagern. Da ihre Halt­bar­keit begrenzt ist soll­te man sie inner­halb von weni­gen Tagen verzehren.

Wenn die Bir­nen aller­dings noch hart sind und nach­rei­fen sol­len, so ist der idea­le Lager­ort bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur. Um die Halt­bar­keit der Bir­nen zu erhö­hen hat man ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten. Am bes­ten ist es, wenn man sie ein­kocht und in ein vaku­um­dich­tes Glas füllt. Alter­na­tiv kann man sie zu Mus oder Kom­pott ver­ar­bei­ten und dann einfrieren.

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