Karotte – ein Wurzelgemüse mit vielen Namen

Mohrrüben, Karotten, Gelbe Rüben oder wie bei uns genannt „Rübli“: das beliebte Wurzelgemüse ist unter vielen Namen bekannt. Nicht nur, dass es viele Namen hat und beliebt ist, es war, bevor die Kartoffel auftauchte, die meist verspeiste Beilage. Zudem ist es eines der ältesten Gemüsearten bei uns. Die Karotte ist vielseitig einsetzbar und unglaublich gesund. Daher darf sie eigentlich in keiner Küche fehlen.

Die Herkunft, Eigenschaften und Geschichte der Karotte

Die Karotte entspringt der Wilden Möhre. Wo diese tatsächlich zum ersten Mal auftauchte ist nicht ganz klar. Man schätzt, dass sie ihren Ursprung in Vorderasien hat. Sie war bereits in der Steinzeit sehr beliebt und galt dort nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Heilpflanze.

Mittlerweile ist sie in ganz Europa vertreten und wächst zum Teil an Wiesensäumen und Wegrändern. Zu erkennen ist sie an ihrer einzigartigen Blüte. Aufgrund der Blüte zählt sie, genauso wie Dill, Koriander oder Fenchel, zur Familie der Doldenblütler.

Die Wilde Möhre findet jedoch kaum noch Beachtung. Allerdings ist ihr Sprössling, die Karotte, umso beliebter. Die Karotte ist eine Kreuzung aus der Wilden Möhre und anderen Karottenarten. Es gibt sie bereits seit der Antike und ist neben der Kartoffel und Tomate eines der bedeutendsten Gemüsearten Europas. Im Vergleich zu ihrer Mutter ist die Karotte viel größer, saftiger und süßer. Allerdings ist und war das Wurzelgemüse nicht schon immer orange. Die einst im Mittelmeer gezüchteten Möhren waren weiß und die gelben, roten und violetten Arten haben ihren Ursprung in Afghanistan. Die farbigen Sorten fanden ihren Weg erst im 12. Jahrhundert nach Europa und ab dem 16. Jahrhundert waren die gelben Möhren die Nummer eins unter den Gemüsesorten. Doch wie kam es dann zu der Karotte die wir heute kennen? Das haben wir den Holländern zu verdanken. Sie züchteten zu Ehren des Königshauses die uns heute bekannte Karotte und da diese geschmacklich besser war als die anderen Sorten, wurde z.B. im Laufe des 19. Jahrhunderts die Gelbe Rübe nur noch als Viehfutter verwendet und die anderen Sorten gerieten in Vergessenheit – aber sie sind wieder im Kommen. Ganz vorne dran ist die lilafarbene Möhre, welche es mittlerweile wieder in manchen Supermärkten gibt. Insgesamt gibt es heute mehr als 100 verschiedene Sorten die sich in Form und Farbe unterscheiden. Hauptsaison hat das Gemüse von Juli bis Dezember. Da sie jedoch sehr gut zu lagern ist, ist sie bei uns zu jeder Jahreszeit erhältlich.

Die Inhaltsstoffe der Karotte

Wie die meisten Gemüsesorten besteht auch die Karotte fast zu 90 % aus Wasser und ist somit sehr kalorienarm. Auf 100 g kommen gerade einmal 26 kcal.

Neben Ballaststoffen enthält das Wurzelgemüse auch zahlreiche Mineralstoffe wie z.B. Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium. Auch der Vitamingehalt ist nicht zu vernachlässigen. So besitzt die Karotte die Vitamine B6, B1 und B2 sowie Vitamin C und E. Der wichtigste Inhaltsstoff ist jedoch das Carotin, von dem die Karotte unter allen Gemüsesorten am meisten besitzt.

Die Wirkung der Karotte auf unseren Körper

Das Wurzelgemüse kann dank seiner löslichen Ballaststoffe den Stoffwechselanregen und dazu beitragen, den Cholesterinwert zu senden. Die enthaltenen unlöslichen Ballaststoffe hingegen lindern Magen-Darm-Probleme. Somit kann das Gemüse sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall wahre Wunder bewirken,

Wie bereits erwähnt, enthalten Karotten Carotinoide (alpha- und Beta-Carotin), welche besonders positive Auswirkungen auf unseren Körper haben. So kann man sich z.B. durch eine carotinoide Ernährung vor Krebs und Augenerkrankungen schützen, Bluthochdruck und Heuschnupfen vorbeugen und die Haut auf vielfältige Weise nähren. Das Beta-Carotin ist die wichtigste Vorstufe von Vitamin A. Aus diesem Grund wir das Beta-Carotin auch Provitamin A genannt. Somit kann der Körper aus dem Beta-Carotin Vitamin A produzieren.

Möhren sind auch gesund für unsere Zähne. Durch den Verzehr von rohen Karotten wird die Durchblutung des Zahnfleischs angeregt. Zudem werden die Zähne so auch von Essensresten befreit. Das kräftige Kauen stabilisiert die Knochen im Gebiss und massiert zudem das Zahnfleisch. Zudem wird dadurch der Speichelfluss gefördert und das hat den Effekt, dass Bakterien ausgeschwemmt werden.

Karotten in der Küche

Karotten lassen sich vielseitig zubereiten: ob roh als Snack, im Salat oder als Saft, gekocht als Beilage, in Suppen oder Eintöpfen oder gebacken in Form eines Kuchens – der Karotte sind keine Grenzen gesetzt. Der Vorteil des Wurzelgemüses ist, dass sie nahezu mit allen möglichen Lebensmitteln harmonieren.

Ideal ist es, wenn man Karotten mit ein wenig Fett zubereitet. Grund hierfür ist die Aufnahme von Carotin, welche nur möglich ist, wenn etwas Fett im Essen enthalten ist, da das Carotin fettlöslich ist.

Kauf und Lagerung von Karotten

Die perfekte Möhre ist intensiv-orangefarben und knackig-fest. Das heißt also, dass sie sich weder biegen lassen noch runzelig aussehen sollte. Wenn die Möhren im Bund gekauft werden, sollte man darauf achten, dass das Kraut leuchtend grün und frisch aussieht.

Grundsätzlich sollte das Wurzelgemüse nach dem Kauf möglichst schnell zubereitet werden, da die Karotten dazu neigen schnell braun und weich zu werden.

Idealerweise sollten die Karotten im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Dort halten sie sich etwa sieben bis zehn Tage. Wenn man einen Bund Möhren gekauft hat, so sollte man das Kraut vorher abschneiden. Bei Möhren in Plastikverpackungen gilt, die Verpackung ganz zu entfernen oder zumindest öffnen, damit sich kein Schwitzwasser bilden kann. Zudem kann man, um die Haltbarkeit zu erhöhen, die Möhren in ein feuchtes Tuch wickeln. Gewaschen werden sollten sie allerdings erst kurz vor der Zubereitung. Wer seine Karotten nicht ganz aufbraucht, kann sie auch einfrieren. Hierzu empfiehlt es sich die Karotten vorher zu blanchieren und klein zu schneiden.

Wie wäre es mit einem leckeren Karotten-Rezept? Die AOK hat ein super leckeres Rezept für euch.

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