Superfood – Die Himbeere

Sommerzeit ist Beerenzeit. Und welche Beere darf neben der Erdbeere nicht fehlen? Ganz genau – die Himbeere. Sie gehört zu den Lieblingsbeeren der Deutschen und schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch noch unglaublich gesund. Im Geschmack ist sie süß-säuerlich und hat ein einzigartiges Aroma. Am besten schmeckt sie natürlich frisch vom Strauch gepflückt. Aber tiefgekühlt kann die Himbeere im Sommer auch eine richtige Erfrischung sein. Das beste an der Beere: sie ist so vielseitig einsetzbar.

Ursprung der Himbeere

Die Himbeere gibt es schon sehr lange in Deutschland – um ehrlich zu sein ist sie sogar eine der ältesten Kulturpflanzen bei uns. Anfangs wurde sie im Mittelalter insbesondere in Klostergärten angebaut. Es heißt, dass die Beere auch bereits bei den Steinzeitmenschen sehr beliebt gewesen sein soll. Auch in der Ernährungslehre der Hildegard von Bingen um 1200 wird sie erwähnt.

Die Himbeere gehört, ebenso wie z.B. die Erdbeere oder Kirsche, zu den Rosengewächsen. Genauso wie auch die Brombeere gehört sie der Gattung Rubus an.

Neben der uns bekannten rosaroten Himbeere sind über die Jahrtausende durch weltweite Kreuzungen unzählige Himbeerarten entstanden. So gibt es z.B. auch Pflanzen, welche gelbe, violette oder schwarze Früchte tragen.

Abhängig von der Sorte wird zwischen Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren unterschieden. Während Sommerhimbeeren in Mitteleuropa zwischen Juni und Juli reifen, beginnt die Saison der Herbsthimbeeren im August und dauert bis in den Oktober hinein.

Die Himbeere ist gar keine Beere

Strenggenommen sind Himbeeren gar keine Beeren, genauso wenig wie Erdbeeren oder Brombeeren. Bei den angeblichen Beeren handelt es sich aus botanischer Sicht um Sammelsteinfrüchte. Beim genauerem Betrachten der Himbeere, kann man erkennen, dass sie aus vielen kleinen Steinfrüchten besteht, die untereinander zusammenhaften. Jedes dieser einzelnen Früchtchen enthält einen Kern.

Zu den wirklichen Beeren zählen übrigens Obstarten, von denen man es wahrscheinlich nicht vermuten würde - nämlich Bananen, Zitrusfrüchte, Datteln, Kiwis, Avocados und Melonen.

Die Inhaltsstoffe der Himbeere

Himbeeren bestehen zu 85 % aus Wasser und enthalten im Vergleich zu anderen Früchten sehr wenig Zucker. Sie sind also sehr kalorienarm enthalten jedoch durch ihre Samen einiges an Ballaststoffen. Neben den verschiedenen Vitaminen wie A, B, und C enthält das Superfood auch diverse Mineralstoffe wie z.B. Kalzium, Magnesium, Kupfer und Kalium.

So gesund sind Himbeeren

Himbeeren unterstützen unseren Körper in vielerlei Hinsicht. Zum Beispiel können sie bei Verstopfungen hilfreich sein. Dazu tragen zum Teil die Fruchtsäuren, vordergründig aber die Ballaststoffe bei. Beide sind wichtig für den Stoffwechsel und für eine optimale Verdauung der Nahrung. Nicht nur, dass sie für den Darm und die Verdauung gut sind, sie beeinflussen auch die Darmflora positiv.

Des Weiteren unterstützt die Himbeere durch das Vitamin C unser Immunsystem. Das Vitamin A ist am Sehvorgang beteiligt und trägt dazu bei, dass Haut und Schleimhäute gesund bleiben. Die B-Vitamine wirken sich positiv auf die Nerven aus und sorgen für einen gesunden Stoffwechsel. Zudem unterstützt das Superfood auch unsere Blutreinigung und Blutbildung.

Himbeeren als Heilmittel

Dass die kleinen Früchte sehr gesund sind wurde im oberen Abschnitt ja bereits aufgezeigt. Aber das sind nicht die einzigen Eigenschaften, die die Himbeere zum Superfood machen. Denn neben den gesunden Inhaltsstoffen können die Himbeeren noch viel mehr: sie senken das Diabetes Risiko, sie schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sie helfen bei der Prävention und Behandlung von Krebs und sie können Demenz vorbeugen.

Nicht nur die Frucht hat eine heilende Wirkung, auch die Himbeerblätter können verwendet werden. Sie sind sogar als traditionelles Arzneimittel eingestuft. Die Blätter werden z.B. bei leichten menstruationsbedingten Krämpfen, bei leichtem Durchfall und im Sinne einer äußerlichen Anwendung (Spülungen, Gurgeln) bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum empfohlen. Eingenommen werden die Blätter als Tee, indem man sie einfach mit heißem Wasser übergießt und dann 10 Minuten zugedeckt ziehen lässt.

Kauf und Lagerung von Himbeeren

Beim Kauf von Himbeeren sollte man darauf achten, dass sie möglichst frisch, schön und trocken aussehen. Die Früchte sind sehr empfindlich und nicht lange haltbar, weshalb man sie zügig verzehren bzw. verarbeiten sollte. Im Gemüsefach im Kühlschrank können sich Himbeeren bis zu drei Tage halten. Beschädigte Himbeeren sollten direkt aussortiert werden. Gewaschen werden sollten sie erst unmittelbar vor dem Verzehr.

Wer möglichst lange etwas von den Himbeeren haben möchte, kann die frischen Früchte auch einfrieren. Himbeeren sind zudem im Supermarkt auch schon in gefrorener Form erhältlich.

Wie wäre es mit einem erfrischenden Sommergetränk? Die AOK hat ein super leckeres Rezept für euch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich stimme der Datenschutzerklärung zu

Diese Seite ist durch reCAPTCHA und die Google Datenschutz Und Nutzungsbedingungen Anwenden.