Basilikum – Gewürz und Heilpflanze

Es ist wohl eines der bekanntesten Kräuter weltweit. Egal ob auf der Pizza, als Pesto, in der Pasta oder auch nur als Verzierung, Basilikum ist typisch für die italienische Küche. Jeder kennt und fast jeder liebt das mediterrane Gewürz. Sein Aroma ist frisch, mild süß, leicht pikant und harmoniert vor allem mit Gemüse. Doch das Basilikum ist nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch eine wertvolle Heilpflanze.

Was man über Basilikum wissen sollte

Wenn man bei uns von Basilikum spricht, so redet man von der Sorte Ocimum basilicum. Diese Sorte wird im Mittelmeerraum bereits seit 3.500 Jahren angebaut. Ursprünglich kommt das Gewürz aus dem tropischen Raum (Afrika und Asien). Jedoch wird es traditionell in der italienischen und griechischen Küche verwendet. Seinen Weg nach Deutschland fand es im 12. Jahrhundert.

Das Gewürz gehört zu den Lippenblütlern und ist somit auch mit dem Salbei und Rosmarin verwandt. Es gibt mehr als 60 Arten von Basilikum. Saison hat es von Juni bis September, allerdings kann man die Pflanze auch das ganze Jahr über kaufen.

Basilikum als Heilkraut

Ursprünglich galt Basilikum nicht als Gewürz, sondern wurde als vordergründig als Heil- und Ritualpflanze verwendet. So legten z. B. die alten Ägypter das Basilikum den Pharaonen mit ins Grab und versuchten sich mit seiner Hilfe vor Geistern und Dämonen zu schützen. Zudem nutzte man das Kraut gegen Hörbeschwerden, Schwindel und Übelkeit. Äußerlich wurde Basilikum meist zur Behandlung von Warzen sowie bei der Behandlung von eingerissener Haut verabreicht.


In der heutigen Naturheilkunde wird Basilikum eher selten eingesetzt. Dies ist u.a. mit der Tatsache begründet, dass es deutlich bessere und wirksamere Heilkräuter gibt. Nichtsdestotrotz ist Basilikum medizinisch anerkannt und kommt in der Volksheilkunde nach wie vor bei diversen Beschwerden zum Einsatz, z. B. Stress, Entzündungen, Verdauungsproblemen inkl. Magenbeschwerden, Depressionen und Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Migräne, Schwindel, Regelschmerzen und Wechseljahrbeschwerden, Halsschmerzen und Heiserkeit, Hautkrankheiten und Gelenkschmerzen.

Inhaltsstoffe von Basilikum

Basilikum enthält verschiedene Vitamine, vor allem Vitamin A, C, D und Vitamin E. Auch Mineralstoffe, wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen sind in dem Gewürz enthalten.


Am interessantesten sind jedoch die ätherischen Öle des Basilikums. Die darin enthaltenen Bestandteile (z. B. Linalool, Citral, Eugenol etc.) wirken entzündungshemmend, antibakteriell, schmerzstillend und auch krebsfeindlich.


Auch der Stoff Cineol steckt im ätherischen Öl des Basilikums. Es wirkt schleimlösend und antibakteriell und kann sowohl bei akuten als auch bei chronischen und entzündlichen Atemwegserkrankungen sowie bei Asthma und Heuschnupfen Linderung verschaffen.


Praktischerweise wirkt Basilikum nicht nur antibakteriell, sondern gleichzeitig entzündungshemmend, was nicht nur bei akuten bakteriell bedingten Entzündungen, sondern auch bei chronischen Entzündungskrankheiten wie z. B. Morbus Crohn, Diabetes, Multiple Sklerose, Arthritis oder Rheuma vorteilhaft sein kann.

Basilikum in der Küche

Basilikum wird oft roh und frisch gegessen, kommt aber auch getrocknet zum Einsatz. Es passt zu Fisch, Kräutersaucen, Fleisch, Geflügel, Rührei und Kartoffeln. Vor allem der Geschmack von Gemüsesuppen und Salaten wird durch die Zugabe von frischem Basilikum verfeinert, und es wird zur Herstellung vieler Kräuteröle und Essigsorten genutzt.


In der italienischen Küche findet man Basilikum vor allem als unverzichtbaren Bestandteil des Pesto und von Tomatengerichten – die Auswahl an entsprechenden Rezepten ist enorm. Darüber hinaus eignet sich Basilikum als diätetisches Gewürz, da es das Salz ersetzen kann.


Beim Verzehr sollte Basilikum möglichst frisch verwendet werden, da dessen Aromastoffe nach Erhitzen allmählich verloren gehen. Beim Kochen von Speisen wird demnach empfohlen Basilikum erst nach dem Kochen, Braten oder Backen beizufügen.

Kauf und Lagerung von Basilikum

Basilikum ist im Supermarkt sowohl als ganze Pflanze im Topf, als auch im Bund erhältlich. Man sollte darauf achten, dass die Pflanze schöne, grüne Blätter hat. Wenn man Basilikum im Bund kaufen möchte, kann man diese in ein Glas Wasser stellen und im Kühlschrank aufbewahren.

Basilikum lässt sich auch trocknen. Dafür ganze Stängel abschneiden, in Bündel fassen und über Kopf getrocknet aufhängen. Wenn man Basilikum einfrieren möchte, sollte man das Kraut waschen und es trocken tupfen. Danach schneidet man es in die gewünschte Größe und friert es in einem gefriergeeigneten Gefäß ein.


Am besten konserviert man die Blätter durch Einfrieren, denn das Trocknen ist mit großen Einbußen im Aroma verbunden.

Wie wäre es mit einem erfrischenden Sommergetränk? Die AOK hat ein super leckeres Rezept für euch.

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